Seit dem Militärputsch in Myanmar im Februar 2021 ist das Land kaum mehr aus den Nachrichten verschwunden – zumindest nicht für diejenigen, die genau hinschauen. Während Thailand sich touristisch in den letzten Jahren weiterhin positiv entwickelt hat, bleibt Myanmar stark gezeichnet von politischer Instabilität, wirtschaftlicher Not und nun auch noch einer Naturkatastrophe, die viele Menschenleben verändert hat.
Ein schweres Erdbeben erschüttert Myanmar – und Teile Thailands
Vor Kurzem wurde Myanmar erneut von einem schweren Schicksalsschlag getroffen: Ein Erdbeben der Stärke 7,7 hat die Region rund um Mandalay, den Inle-See und auch angrenzende Gebiete in Thailand erschüttert. In Thailand selbst blieb die Infrastruktur glücklicherweise unversehrt, der Alltag geht weitgehend normal weiter. Die Bilder aus Myanmar hingegen zeigen die katastrophalen Folgen des Unglücks.
Thailand hatte Glück im Unglück, lediglich ein im Bau befindlicher Bürokomplex stürzte ein – mit tragischen Folgen für Arbeiter aus Thailand, Myanmar und Kambodscha. Die Lage in Myanmar ist deutlich dramatischer: Häuser sind eingestürzt, Menschen haben alles verloren, Kommunikations- und Stromverbindungen sind unterbrochen, vielerorts fehlt es an Trinkwasser, Lebensmitteln und medizinischer Versorgung.
Was bedeutet das konkret für die Menschen vor Ort?
Kurzfristige Herausforderungen:
- Viele Menschen schlafen im Freien, da ihre Häuser zerstört oder unsicher sind.
- Es fehlt an sauberem Wasser, Lebensmitteln und sanitären Einrichtungen.
- Temperaturen um die 40 Grad erschweren die Situation zusätzlich.
- Junge Menschen leben in Angst vor der Zwangsrekrutierung durch das Militär.
- Die allgemeine Unsicherheit, Trauer um Angehörige und die schwierige Versorgungslage machen den Alltag kaum erträglich.
Langfristige Folgen:
- Tausende Häuser müssen ohne staatliche Hilfe wiederaufgebaut werden.
- Die wirtschaftliche Not und die militärische Repression halten an.
- Viele Menschen sind aus dem Land geflohen und können nicht zurückkehren, da ihnen Verhaftung droht.
- Hoffnungslosigkeit macht sich breit – und dennoch gibt es Menschen, die helfen.
Wie Sie mit Ihrer Reise nach Thailand unterstützen können
Thailand ist und bleibt ein faszinierendes und sicheres Reiseziel. Gerade jetzt ist eine Reise dorthin auch eine Form der Unterstützung für die Region. Unsere lokalen Partner in Thailand haben in den letzten Jahren viele neue Erfahrungen entwickelt, die Reisenden das „echte“ Thailand näherbringen:
Begegnungen mit gastfreundlichen Familien, die traditionelle Gerichte kochen, Ranger, die ihre Leidenschaft für die Natur weitergeben, oder engagierte Geschichtenerzähler in kleinen Dörfern – jede dieser Begegnungen stärkt lokale Strukturen und gibt Hoffnung.
Ein besonders berührendes Erlebnis ist unsere Burma Borderland Tour: Eine Reise entlang der Grenze zu Myanmar – von Sukhothai über Mae Sariang, Khun Yuam und Mae Hong Son bis nach Chiang Mai.
Hier treffen Sie auf Gemeinschaften, die familiär oder freundschaftlich mit Menschen in Myanmar verbunden sind – viele engagieren sich aktiv für die Unterstützung der Betroffenen auf der anderen Seite der Grenze.
Gerade in der grünen Saison (Juni – September) sowie in der kühlen Jahreszeit (Oktober – Februar) bieten sich beste Bedingungen für diese eindrucksvolle Reise. Allein Ihre Anwesenheit hilft: durch direkte finanzielle Unterstützung der Gastgeber, durch Sichtbarkeit und Solidarität.
Konkrete Hilfe für Myanmar – so können Sie spenden
Viele unserer Reisenden fragen uns, wie sie konkret helfen können. Wir stehen in engem Kontakt mit unserem Partnernetzwerk in Myanmar und möchten Ihnen hier einige seriöse Hilfsorganisationen vorstellen, die direkt vor Ort aktiv sind:
Doh Eain (Yangon)
Engagiert sich in unmittelbarer Nothilfe (z. B. Lebensmittel, Wasser, Notunterkünfte) sowie im Wiederaufbau zerstörter Häuser und Infrastruktur.
Parami University (Mandalay)
Eine private Online-Universität, deren Studierende sich aktuell vor Ort in der Nothilfe engagieren.
Sonne International
Eine österreichische NGO, die vor allem in der Region rund um den Inle-See aktiv ist – mit besonderem Fokus auf Waisenkinder und nachhaltige Entwicklungsprojekte.
Private Spendenaktion unseres Partners
Über eine GoFundMe-Kampagne können Sie direkt helfen – das Geld geht gezielt an betroffene Familien in Mandalay und am Inle-See. Green Tiger hat bereits zu Beginn des Militärputsches gemeinsam mit Kunden diese Kampagne unterstützt.
Fazit
Die Lage in Myanmar ist ernst. Doch jede Reise, jeder Beitrag, jede bewusste Entscheidung hilft. Wenn Sie aktuell eine Reise nach Thailand planen, beraten wir Sie gerne zu Möglichkeiten, wie Sie während Ihres Urlaubs auch Gutes bewirken können – sei es durch gezielte Begegnungen, den Besuch besonderer Orte oder eine direkte Spende.
Lassen Sie uns gemeinsam zeigen, dass Tourismus mehr sein kann als Erholung: Nämlich eine Brücke der Solidarität.